Nach dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 27. Juli 2022 muss in vielen Unternehmen ein Whistleblower-System als interne Meldestelle eingerichtet werden. Über dieses können Hinweisgeber auf Missstände im Unternehmen aufmerksam machen.

Für wen und ab wann gilt das Gesetz?

Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes kommt eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung eines internen Whistleblower-Systems für Unternehmen, die 250 und mehr Mitarbeitende beschäftigen.

Für Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden gilt dagegen eine Übergangsfrist bis zum 17.12.2023.

Die letztgenannten Arbeitgeber dürfen eine gemeinsame Meldestelle für Whistleblower einrichten. Dies ist in § 14 Abs. 2 HinSchG-E geregelt.

Die vom Gesetz erfassten Firmen dürfen den Auftrag für eine interne Meldestelle auch an Externe, also Dritte, vergeben. Eine Meldestelle für das Whistleblower-System pro Konzern ist ausreichend.

Externe Meldestellen werden von zuständigen Behörden, unter anderem auf Bundes- und Länderebene sowie bei der BaFin und beim Bundeskartellamt, eingerichtet.

Identitätsschutz der Whistleblower steht im Vordergrund

Oberste Priorität hat der Schutz der Identität des Whistleblowers und gemeldeter Personen. Die Regelungen hierfür sind in den §§ 35 ff HinSchG-E definiert.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Meldewege so angelegt sein müssen, dass nur ein begrenzter Personenkreis (für die Entgegennahme und Bearbeitung zuständige Personen) Zugang zu den Meldungen und den dazugehörenden Informationen haben.

Das interne Whistleblower-System muss dem Hinweisgeber auf verschiedenen Kommunikationskanälen zur Verfügung stehen.

Damit das Hinweisgeberverfahren akzeptiert wird, ist ein wirksamer Schutz der Identität sämtlicher von einer Meldung betroffenen Personen unerlässlich.

Dies sind:

  • hinweisgebende Personen,
  • Personen, die Gegenstand einer Meldung sind und
  • Personen, die von einer Meldung betroffen sind.

Stellt sich ein Hinweis als unzutreffend heraus, hat der Whistleblower auch dann den Schutz des Gesetzes, wenn er zum Zeitpunkt seiner Meldung von der Richtigkeit des Hinweises ausgehen konnte.
Hat der Hinweisgeber vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Informationen gemeldet, besteht kein gesetzlicher Schutz für ihn. Es kann verlangt werden, dass er den durch seinen Hinweis entstandenen Schaden ersetzt.

Maßnahmen (z. B. Kündigung, Abmahnung, Missachtung bei Beförderung) gegen Whistleblower sind untersagt. In diesem Zusammenhang gilt eine Beweislastumkehr. Der Arbeitgeber muss gegebenenfalls nachweisen, dass Maßnahmen gegen seine Mitarbeitenden nicht im Zusammenhang mit dem Hinweis an eine Meldestelle stehen. Bei Verstößen und wenn dem hinweisgebenden Mitarbeitenden dadurch ein Schaden entstanden ist, ist der Arbeitgeber zum Schadenersatz verpflichtet.

Bei Verstößen gegen das Hinweisgeberschutzgesetz drohen dem Arbeitgeber Geldbußen

Unternehmen, die ihren Verpflichtungen aus dem Hinweisgeberschutzgesetz nicht nachkommen, drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Ein Verstoß gegen die Verpflichtungen wäre z. B. das Verhindern einer Meldung oder die Verhinderung der Kommunikation nach einer Meldung. Bereits der Versuch, dies zu tun, wird mit einem Bußgeld geahndet. Es ist verboten, vorsätzlich oder fahrlässig das Vertraulichkeitsprinzip zu missachten oder Repressalien zu ergreifen oder dies zu versuchen.

Wer seine gesetzliche Pflicht zur Einrichtung einer Meldestelle ignoriert, muss mit Bußgeldern von bis zu 20.000 Euro rechnen.

Whistleblower-System mit intelligenter Meldestelle von Intelli Revolution

Hinweisgebende, direkt und indirekt betroffene Personen bedürfen eines besonderen Schutzschildes. Die Meldestelle von Intelli Revolution bietet Ihnen alle Funktionen, die für eine vertrauliche Bearbeitung der Meldungen notwendig sind und vom Gesetzgeber verlangt werden.

Wir bieten unsere intelligente Hinweisgeber Meldestelle in zwei Varianten an:

Beim Basis-Paket kommunizieren der Hinweisgebende und die Ombudsperson über eine firmenindividuelle E-Mail-Adresse (unternehmensname@hinweisgebermeldestelle.de), eine Sammel-Mobil-Nummer für Signal-Messanger (Text- und Sprachnachrichten) oder unsere Postanschrift.

Beim Komfort-Paket buchen Sie ein digitales Hinweisgebermeldesystem und bieten dem Hinweisgebenden die Option, über eine Webseite, einem E-Mail-Kanal und eine digitale Whistleblower-Telefon-Hotline (VoiceBot) Hinweise an die Ombudsperson zu übermitteln.

Die Meldekanäle werden rund um die Uhr von unserer für Sie zuständigen Ombudsperson überwacht.

Erste Einschätzung durch Ombudsperson

Im Rahmen unseres Whistleblower-Systems wird eine Ersteinschätzung vorgenommen und der Hinweisgeber erhält innerhalb der gesetzlichen Frist eine Meldebestätigung. Mit der Ersteinschätzung als Basis beurteilen Sie die weitere Vorgehensweise.

Es ist Ihre Entscheidung, wer die Untersuchungen übernimmt. Gerne stehen wir dabei an Ihrer Seite. In unserem Netzwerk finden sich kompetente Rechtsanwält:innen, Steuerberater:innen, IT-Spezialist:innen und andere Experten. Ihre Ombudsperson bleibt immer an Ihrer Seite.

Warum ist unser Whistleblower-System etwas Besonderes?

Ethisches Handeln ist von grundsätzlicher Bedeutung und viele Menschen achten bei ihren Entscheidungen darauf, wie Unternehmen mit sich, ihren Mitarbeitenden und der Umwelt umgehen.

Hinweise über das Whistleblower-System sind nichts Negatives. Im Gegenteil, sie können bei der Weiterentwicklung Ihres Unternehmens hilfreiche Informationen bieten und schützen Sie vor gewollten und ungewollten Regelverstößen.

Während die Mehrheit der Anbieter Ihnen lediglich ein System zur Übermittlung von Hinweisen an die Hand gibt, bietet Ihnen unsere Lösung zudem ein inhaltliche Filterung und Plausibilitätsprüfung. So schafft unser Whistleblower System einen vertrauensvollen Kommunikationskanal für Hinweisgebende und ermöglicht eine fachgerechte Bearbeitung der eingehenden Hinweise.

Unser Whistleblower System lässt sich zudem ganz einfach in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren.

Die positiven Effekte: Ihnen bleiben Bußgelder erspart, Ihre gute Reputation bleibt erhalten und das Vertrauen Ihrer Mitarbeitenden und Ihrer Kundschaft in Ihr Unternehmen wird gefördert.

Alle Vorteile des Portals auf einen Blick:

Intelli Revolution, die intelligente und gesetzeskonforme Hinweisgeber Meldestelle

Unsere Leistungspakete sind überzeugend, kostensparend und erfüllen die gesetzlichen Bestimmungen. Das Einrichten eines firmeninternen Whistleblower-System ist kosten- und personalintensiv. Der Betrieb einer firmeninternen Hinweisstelle ist eine Herausforderung, die Erreichbarkeit muss für 24 Stunden an jedem Tag gewährleistet sein.

Sehen Sie sich unsere Leistungspakete an – mit oder ohne Portalanbindung.

Es ist sicher das Passende für Sie dabei.

Zwei Pakete zur Auswahl

Basis-Paket (ohne Portal)
im Monat
49 €
Einrichtungsgebühr: 79 €
Abrechnung jährlich im Voraus, kündbar jährlich
Hinweisgebermeldestelle
individuelle E-Mail-Adresse
Sammel-Mobil-Nummer für Signal-Messenger
Postanschrift
Monitoring durch eine Ombudsperson
Einhaltung der gesetzlichen Fristen nach Eingang eines Hinweises
Umfassende Plausibilitätsprüfung von einem eingehenden Hinweis: 30 € (monatliche Abrechnung)
Persönliches Treffen auf Wunsch des Hinweisgebers in unseren Geschäftsräumen: 50 €/30 Minuten (monatliche Abrechnung)
Angebot anfordern
Komfort-Paket (mit Portal)
im Monat
249 €
Einrichtungsgebühr: 450 €
Abrechnung jährlich im Voraus, kündbar jährlich
Digitales Hinweisgebermeldesystem, nach Ihren Wünschen individuell angepasst auf Ihr Unternehmen. Unterstützendes Textmaterial zur Bekanntmachung und Erläuterung Ihrer Hinweisgebermeldestelle.
Direkter E-Mail-Kanal in das digitale Hinweisgebermeldesystem
Digitale Whistleblower-Telefon-Hotline (0800-Nummer) (VoiceBot); Kosten pro Minute 10 Cent, kostenfrei für Anrufer (angefallene Telefonkosten werden monatlich abgerechnet)
Monitoring durch eine Ombudsperson
Einhaltung der gesetzlichen Fristen nach Eingang eines Hinweises
Umfassende Plausibilitätsprüfung von einem eingehenden Hinweis: 30 € (monatliche Abrechnung)
Persönliches Treffen auf Wunsch des Hinweisgebers in unseren Geschäftsräumen: 50 €/30 Minuten (monatliche Abrechnung)
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Wir bieten Ihnen Möglichkeiten, eine individuelle Aufklärung eingegangener Hinweise zu erledigen. Hierzu können Sie uns jeweils gesondert beauftragen.

    Alle Preise verstehen sich zzgl. Mehrwertsteuer.

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